Attentate von Paris

Es ist nicht zu verstehen, was da in Paris am vergangenen Wochenende passiert ist. Für mich sind das keine Gläubigen sondern hier trifft die Bezeichnung Terrorist genau zu. Trotzdem ist fragwürdig, ob die politischen Reaktionen aus Frankreich und auch aus anderen Ländern in die richtige Richtung gehen.

Treffend hat die Situation Heiner Flassbeck in seinem nachfolgenden Artikel beschrieben: http://www.flassbeck-economics.de/der-tod-in-paris-und-unsere-schuld/

Missouri Tigers

missouri tigers

 

 

 

 

Der Rektor der Universität von Missouri in Columbia ist nach einer Welle vorwiegend afroamerikanischer Proteste am Montag zurückgetreten. Dies nachdem Dutzende schwarzer Spieler des Footballteams der Universität angekündigt hatten, sie würden nicht mehr trainieren oder spielen, «bis Rektor Wolfe zurücktritt oder seines Amtes enthoben wird». Der Trainer des Teams hatte sich daraufhin mit seinen Spielern solidarisiert. Der konsequente Streit hätte für die eine oder andere Karriere auch das «Aus» bedeuten können. Die Missouri Tigers sind meine Köpfe der Woche!

So können wir nicht weiterleben.

Zitat

«Die materialistische und eigennützige Lebensart, der wir heute begegnen, ist nicht zwingend im Menschen angelegt. Was heute so selbstverständlich erscheint, hat sich in den achtziger Jahren herausgebildet: die Jagd nach dem Geld, der Kult um Privatisierung und Kapitalismus, die wachsende Kluft zwischen Reich und Arm. Und vor allem die dazugehörige Sprache: unkritisches Lob für den uneingeschränkten Markt, Verachtung für den öffentlichen Sektor, die Illusion unaufhörlichen Wachstums.

So können wir nicht weiterleben. Die Finanzkrise von 2008 hat gezeigt, dass der unregulierte Kapitalismus sich selbst der schlimmste Feind ist. Früher oder später wird er Opfer seiner Exzesse werden und den Staat um Hilfe bitten. Wenn wir aber nach dieser Krise zum Alltag zurückkehren und so weitermachen wie bisher, sollten wir uns auf größere Katastrophen gefasst machen.

Und doch sind wir scheinbar unfähig, uns Alternativen vorzustellen.»

Tony Judt
englischer Historiker und Philosoph (1948-2010)

Haltung zeigen!

Zitat

Wenn man also nicht der Meinung ist, dass alle Flüchtlinge Schmarotzer sind, die verjagt, verbrannt oder vergast werden sollten, dann sollte man das ganz deutlich kund tun. Dagegen halten. Mund aufmachen. Haltung zeigen.

Anja Reschke
Deutsche Journalistin und Moderatorin Fernsehmagazin Panorama